Monitoring der neuromuskulären Übertragung (NMT)
NMT ist die Übertragung eines Impulses zwischen einem Nerv und einem Muskel am neuromuskulären Übergang. NMT kann durch neuromuskuläre Blocker blockiert werden, also durch Medikamente, die eine vorübergehende Muskelrelaxation verursachen und verhindern, dass sich der Patient spontan bewegt und atmet.
Die Inzidenz von postoperativer Restcurarisierung (PORC) im Aufwachraum wird selbst nach nur einer Muskelrelaxans-Injektion auf bis zu 45 % geschätzt.2 Wenn man davon ausgeht, dass sich jährlich etwa 230 Millionen Patienten einer größeren Operation unterziehen, leiden pro Minute etwa 100 Patienten unter Schmerzen, verminderter Atemkapazität, Doppeltsehen und einem 4- bis 5-fach erhöhten Aspirationsrisiko. Eine solche Restblockade bringt klinische Konsequenzen mit sich, die den Krankenhausaufenthalt verlängern können, insbesondere bei anfälligeren Populationen wie adipösen Patienten.