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Parkinson Krankheit

„Akzeptieren heißt nicht resignieren. Es heißt zu verstehen, dass etwas ist, wie es ist und es einen Weg hindurch geben muss.“

 

Michael J Fox

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300.000

Menschen in Deutschland betroffen1

2.

häufigste neurodegenerative Krankheit2

31.660€

Ø-Kosten/Jahr/Patient in DE je nach Erkrankungsstadium3

6%

häufiger sind Männer betroffen als Frauen4

Was ist Parkinson?

Der Name „Parkinson-Krankheit“ geht auf den Londoner Arzt James Parkinson zurück, der im Jahr 1817 die wesentlichen Symptome der Krankheit in seiner Abhandlung „Über die Schüttellähmung“ erstmals festhielt.5
Definition
Synonyme: Morbus-Parkinson, Parkinsonsche Krankheit, Idiopathisches Parkinson-Syndrom6

Die Parkinson-Krankheit ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung des Gehirns, die vor allem im höheren Lebensalter auftritt. Sie führt zu Bewegungsstörungen wie verlangsamten Bewegungen (Bradykinese), Muskelsteifheit (Rigor), Ruhezittern (Ruhetremor) und Gleichgewichtsstörungen (posturale Instabilität). Es können auch nicht-motorische Symptome, wie z.B. Geruchsstörungen und Schlafstörungen, auftreten. Die Parkinson-Krankheit ist nicht heilbar, es gibt aber Medikamente und andere Therapien die Beschwerden zeitweise lindern und einigen Betroffenen ein weitgehend selbstständiges Leben ermöglichen.
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Wie häufig ist die Parkinson-Krankheit – und wer ist betroffen?
Nach der Alzheimer-Erkrankung ist die Parkinson-Krankheit die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. Etwa 1% der Weltbevölkerung im Alter von über 60 Jahren ist betroffen. In Deutschland wird die Zahl der Betroffenen auf etwa 300.000 geschätzt. Meist beginnt die Erkrankung zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen und das Risiko im Laufe des Lebens an der Parkinson-Krankheit zu erkranken beträgt bei Männern etwa 2,0 % und bei Frauen circa 1,3 %.1,7,8
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Ursachen
Bei der Parkinson-Krankheit sterben Neuronen (Nervenzellen) in der Substantia nigra („Schwarze Substanz“) im Mittelhirn ab. Dieser Vorgang wird als Neurodegeneration bezeichnet. Diese Neuronen sind für die Produktion von Dopamin verantwortlich, einem Botenstoff, der unter anderem wesentlich die Bewegungsabläufe reguliert. Ein durch Nervenzelltod verursachter Dopaminmangel führt zu den typischen Bewegungsstörungen der Parkinson-Krankheit. Als Ursache für das Absterben der Nervenzellen scheint eine Verklumpung des Proteins Alpha-Synuklein ursächlich zu sein. Neben dieser Protein-Aggregations-Störung werden jedoch auch verschiedene andere Faktoren als mögliche Ursachen diskutiert.5
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Formen des Parkinson-Syndroms – Ursachen und Symptome

Formen

Krankheitsbilder, die durch das Leitsymptom Bradykinese und mindestens ein weiteres Kardinalsymptom charakterisiert sind, werden durch den Begriff Parkinson-Syndrom beschrieben.5
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Formen

Das Parkinson-Syndrom bezeichnet eine Gruppe von Symptomen, unabhängig von der Ursache. Häufigste Ursache ist die Parkinson-Krankheit. Parkinson-Syndrome anderer Ursachen sind z.B. das hereditäre, das symptomatische und atypische Syndrome wie Multisystematrophie (MSA), kortikobasale Degeneration (CBD) und progressive supranukleäre Blickparese (PSP). 

Symptome

Es wird zwischen motorischen (Bradykinese, Rigor, Ruhetremor und postulare Instabilität) und nicht-motorischen Symptomen (u.a. Angst, Depression, Schlaf- und Geruchsstörungen) unterschieden.5,9
Feature-Card-Symptome
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Symptome

Bradykinese bedeutet eine deutliche Verlangsamung großer und kleiner Bewegungen, was alltägliche Tätigkeiten erschwert. Rigor führt zu Muskelsteifheit und oft zu gebeugter Haltung. Ruhetremor zeigt sich als langsames Zittern in Ruhe, meist an Händen und Füßen. Posturale Instabilität verursacht Gleichgewichtsstörungen, Gangunsicherheit und erhöhtes Sturzrisiko.5,9

Verlauf

Die Parkinson-Krankheit ist eine individuell verlaufende Erkrankung. Die Geschwindigkeit des Fortschreitens und die Ausprägung der Symptome variieren stark zwischen den Patienten.10
Feature-Card-Stadien
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Stadien

Die Parkinson-Krankheit ist eine individuell verlaufende Erkrankung, die sich bei jedem Menschen unterschiedlich entwickelt. Jedoch lassen sich einige grundlegende Krankheitsmuster beobachten, die anhand der Hoehn-und-Yahr-Skala klassifiziert werden. Die Hoehn-und-Yahr-Skala ist ein klinisches Instrument zur Einschätzung des Schweregrades der Parkinson-Krankheit und umfasst die Stadien 1-5.10
Diagnose und Therapie
Ein Parkinson-Verdacht ist zunächst nur eine Annahme, da ähnliche Symptome auch bei anderen Krankheiten auftreten. Die DGN Leitlinie unterstützt ÄrztInnen bei medizinischen Entscheidungen, indem sie Empfehlungen zur Diagnose und Therapie gibt.5,6
Krankheitsgeschichte & Klinisch-neurologische Untersuchung
Betroffene schildern Beschwerden und Vorgeschichte insbesondere im Hinblick auf Frühsymptome. Vorerkrankungen oder Erkrankungen des Nervensystems in der Familie sind ebenfalls wichtig.

Für die klinische Diagnose von Parkinson muss Bradykinese und ein weiteres Kardinalsymptom nachgewiesen werden. Weitere Verfahren dienen nur der Bestätigung oder dem Ausschluss anderer Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen.
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Medikamentöse Untersuchungen & Bildgebende Verfahren & Weitere Diagnostik
Die motorischen Einschränkungen lassen sich durch Medikamente deutlich verbessern. Zur diagnostischen Einschätzung kann das Ansprechen auf solche Medikamente genutzt werden.
Neben genannter Diagnostik gibt es eine Vielzahl weiterer diagnostischer Untersuchungen. Hierzu zählen Hirnparenchymsonographie, molekulare Biomarker sowie genetische Diagnostik. Magnetresonanztomografie (MRT) und Computertomografie (CT) können andere Krankheiten ausschließen, die zu ähnlichen Beschwerden führen.
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Nuklearmedizinische Untersuchungen
Zur Diagnosesicherung kann eine Darstellung des Dopaminsystems mittels einer Szintigraphie erfolgen. Bei der Diagnostik eines möglichen Parkinson-Syndroms spielt insbesondere die Dichte der Dopamin-Transporter eine zentrale Rolle. Diese kann durch eine sogenannte DAT-SPECT-Untersuchung sichtbar gemacht werden. Dabei wird eine schwach radioaktive Substanz verabreicht, die sich gezielt im Gehirn anreichert. Die Verteilung dieser Substanz in den verschiedenen Hirnregionen erlaubt Rückschlüsse auf eine verminderte Dopamin-Transporterdichte – ein Hinweis auf das Absterben dopaminproduzierender Nervenzellen, wie es bei neurodegenerativen Parkinson-Syndromen typisch ist.
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Therapie
Die Therapie verfolgt das Ziel, Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Levodopa (L-Dopa), eine Dopaminvorstufe wird im Gehirn zu Dopamin umgewandelt und kann ein wirksames Medikament sein. Des Weiteren gibt es Dopamin-Agonisten, die die Wirkung von Dopamin nachahmen. 

Die medikamentöse Behandlung kann z.B. durch Physiotherapie, Ergotherapie und Stimmtherapie ergänzt werden. Bei fortgeschrittenem Parkinson kommen invasive Therapien wie die tiefe Hirnstimulation zum Einsatz

Ein Fokus der Forschung liegt auf der Hemmung der Protein-Aggregationsstörung, genetischen Ursachen und Umweltfaktoren mit dem Ziel neue Therapien zu entwickeln.6
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Selbstbestimmung

Leben mit Parkinson

Das Leben mit Parkinson stellt Betroffene vor viele Herausforderungen, doch es gibt zahlreiche Strategien und Hilfsmittel, die den Alltag erleichtern können. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist die regelmäßige Bewegung. Sportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Tanzen können helfen, die Beweglichkeit zu erhalten und die motorischen Symptome zu lindern. Auch gezielte Übungen zur Verbesserung der Balance und Koordination sind empfehlenswert. Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie unterstützen dabei, die Selbstständigkeit zu bewahren und alltägliche Aufgaben besser zu bewältigen.

Eine ausgewogene Ernährung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Eine gesunde, ballaststoffreiche Kost kann häufig auftretende Verdauungsprobleme lindern. Es ist ratsam, kleine, häufige Mahlzeiten zu sich zu nehmen und ausreichend Flüssigkeit zu trinken. Zudem sollten Patienten darauf achten, Medikamente regelmäßig und korrekt einzunehmen, um eine optimale Wirkung zu erzielen.

Die Anpassung der Wohnumgebung kann ebenfalls helfen, den Alltag sicherer und komfortabler zu gestalten. Stolperfallen wie lose Teppiche sollten entfernt werden und die Räume sollten gut beleuchtet sein. Haltegriffe im Bad und an Treppen können zusätzliche Sicherheit bieten. Möbel sollten stabil und leicht zugänglich sein, und Hilfsmittel wie Schuhlöffel oder Greifzangen können das Anziehen erleichtern.

Psychologische Unterstützung ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Der Umgang mit der Diagnose und den damit verbundenen Ängsten und Unsicherheiten kann belastend sein. Gespräche mit einem Therapeuten oder der Austausch in Selbsthilfegruppen können helfen, die emotionale Belastung zu reduzieren und Strategien zur Bewältigung zu entwickeln. Selbsthilfegruppen bieten zudem die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und von den Tipps anderer Betroffener zu profitieren.

Zudem ist es wichtig, soziale Kontakte zu pflegen und aktiv zu bleiben. Teilnahme an sozialen Aktivitäten und Hobbys kann das Wohlbefinden steigern und Isolation verhindern. Angehörige und Freunde sollten ebenfalls eingebunden werden, um ein unterstützendes Umfeld zu schaffen.11
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Prof. Thomas Gasser

"Je frueher und konsequenter mit einer Therapie begonnen wird, desto besser: das erhoeht die Lebensqualitaet und hilft den Alltag besser zu bestreiten."
Referenzen
  1. Rommel A, Deuschl G, Dodel R, Yessimova D, Neuhauser H, Brückner G, et al. Parkinson disease – Prevalence, trends and regional patterns in Germany. An analysis based on routine data from the statutory health insurance. J Health Monit. 2025;10(1):e13070. doi:10.25646/13070.
  2. Poewe W, Seppi K, Tanner CM, Halliday GM, Brundin P, Volkmann J, et al. Parkinson disease. Nat Rev Dis Primers. 2017;3:17013. doi:10.1038/nrdp.2017.13
  3. ParkinsonNetz RheinNeckar+. Das Parkinson-Syndrom [Internet]. Heidelberg: SRH Kurpfalzkrankenhaus; [zitiert 28. Juli 2025]. Verfügbar unter: https://www.pnrnp.de/das-parkinson-syndrom/
  4. Rommel A, Deuschl G, Dodel R, Yessimova D, Neuhauser H, Brückner G, et al. Parkinson disease – Prevalence, trends and regional patterns in Germany. An analysis based on routine data from the statutory health insurance. J Health Monit. 2025;10(1):e13070. doi:10.25646/13070. 
  5. Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG). Leitlinie Parkinson-Krankheit: für Patientinnen und Patienten im Erwachsenenalter. 1. Auflage. Berlin: Deutsche Hirnstiftung; 2025. AWMF-Registernr. 030-010. Verfügbar unter: https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/030-010.html
  6. Höglinger GU, Trenkwalder C, et al. Parkinson-Krankheit. Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie. S2k-Leitlinie, AWMF-Registernr. 030-010. Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN); 2023. Verfügbar unter: https://register.awmf.org/assets/guidelines/030-010m_Parkinson_Krankheit_2023-11_1.pdf
  7. Samii A, Nutt JG, Ransom BR. Parkinson's disease. Lancet. 2004;363(9423):1783-1793. doi:10.1016/S0140-6736(04)16305-8.
  8. Elbaz A, Bower JH, Maraganore DM, McDonnell SK, Peterson BJ, Ahlskog JE, et al. Risk tables for parkinsonism and Parkinson's disease. J Clin Epidemiol. 2002;55(1):25-31. doi:10.1016/S0895-4356(01)00425-5.
  9. Poewe W. Non-motor symptoms in Parkinson's disease. Eur J Neurol. 2008;15 Suppl 1:14-20. doi:10.1111/j.1468-1331.2008.02056.x.
  10. Hoehn MM, Yahr MD. Parkinsonism: onset, progression and mortality. Neurology. 1967;17(5):427-442. doi:10.1212/WNL.17.5.427.
  11. Deutsche Parkinson Vereinigung e.V. [Internet]. Neuss: Deutsche Parkinson Vereinigung; [zitiert 28. Juli 2025]. Verfügbar unter: https://www.dpv-bundesverband.de/

 

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JB03420DE December 2025