MRI Community - Signa MR/i 1.5T

3D Darstellung der Leber mit FAME nach Kontrastmittelgabe
(Fast Acquisition with Multiphase Efgre3D)

Dr. Scott Erickson, M.D.
Medical College of Wisconsin
Froedtert Memorial Lutheran Hospital
Milwaukee, Wisconsin, USA

Überblick

Das Froedtert Memorial Lutheran Hospital setzt die FAME-Technik (Fast Acquisition with Multiphase Efgre3D) mit Timing-Bolus zur Darstellung der Leber nach Injektion eines Kontrastmittels ein. Zur Bestimmung der Verzögerungszeit für die erste 3D-Akquisition wird ein Timing-Bolus (2 ml) mit schneller axialer 2D-SPGR-Bildgebung verwendet. Die Zirkulationszeit entspricht dem Intervall zwischen Injektionsbeginn und der Intensitätsspitze des arteriellen Signals in der Aorta auf Höhe des Truncus coeliacus. Die Verzögerungszeit zwischen dem Beginn der Bolusinjektion und dem Start der 3D-Sequenz entspricht der Zirkulationszeit plus halber Infusionszeit minus halber Bildgebungszeit. Für diese Leberstudien wird eine Gd-DTPA-Dosis von 0,2 mmol pro kg Körpergewicht des Patienten als Kontrastmittel mit einer Injektionsgeschwindigkeit von 2 ml/s verabreicht. Anschließend wird eine Spülung mit Kochsalzlösung durchgeführt.

Die FAME-Technik beinhaltet die Akquisition hochauflösender Aufnahmen unter Verwendung der 3Dfast SPGR(Efgre3D) Pulssequenz mit ZIP2 und "Special" zur Mehrphasendarstellung.

Nach der Kontrastmittelinjektion erhält man ein hepatisch-arteriell-dominantes Phasenvolumen, gefolgt von 2 identischen Akquisitionen, die der portalvenösen bzw. hepatisch-venösen Phase entsprechen, und anschließend eine um 5 Minuten verzögerte Akquisition. Die hepatisch-arteriell-dominante Phase ist für die Detektion und Charakterisierung hypervaskulärer fokaler Läsionen von wesentlicher Bedeutung.

Bei bestimmten klinischen Indikationen, z. B. bei Cholangiokarzinom, erfolgt die abschließende verzögerte Akquisition 10-15 Minuten nach der Infusion. Es hat sich gezeigt, dass die CT- und MR-Darstellung von Cholangiokarzinomen sich durch verzögerte Kontrastverstärkung verbessert.

Patienten, denen es schwer fällt, während der Scanzeit den Atem anzuhalten, werden 2-3 Liter Sauerstoff mittels Nasenkanüle verabreicht, um die Atemanhaltezeit zu verlängern.

Die fettunterdrückten 3D SPGR Aufnahmen wurden mit hilfe eines von Dr. Hero Hussain und Dr. Tom Chenevert an der University of Michigan entwickelten Protokolls erstellt, das für die Verwendung mit dem Timing-Bolus verändert wurde. Das Protokoll ermöglicht eine vollständige Abdeckung der Leber bei einer Schichtdicke von 5 mm, ZIP2-interpoliert mit einem Abstand von bis zu 2,5 mm.

Fallstudie

29-jährige Patientin mit neuroendokrinem Dickdarmtumor, die sich zur genaueren Beurteilung einer MRT unterzieht. Koronare Aufnahmen, die mit einem 2D SPGR Localizer aufgenommen wurden, zeigen multiple Leberläsionen (Abb. 1). Axiale SSFE-Aufnahmen mit moderater T2-Gewichtung (TE=95s) zeigen ebenfalls zahlreiche hyperintense Läsionen (Abb. 2a und 2b)

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Abb. 1
Abb. 1: Koronare 2D-SPGR-Aufnahme, zeigt multiple Läsionen

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Abb. 2a Abb. 2b
Abb. 2a: Axiale SSFSE-Aufnahme, zeigt zahlreiche hyperintense Läsionen hyperintense lesions. Abb. 2b: Axiale SSFSE-Aufnahme, zeigt zahlreiche hyperintense Läsionen

Abb. 3: Diese Aufnahmen zeigen zwei axiale Schnitte durch die Leber zu verschiedenen Zeitpunkten.

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Abb. 3a Abb. 3b
Abb. 3a Abb. 3b

Abb. 3a und 3b sind Präkontrast-Aufnahmen, d. h. sir wurden vor der Kontrastmittelinjektion aufgenommen.

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Abb. 3c Abb. 3d
Abb. 3c Abb. 3d

Abb. 3c und 3d sind kontrastverstärkte Aufnahmen aus der hepatisch-arteriell-dominanten Phase. Man beachte das helle Signal der Aorta in der hepatisch-arteriell-dominanten PhaseDie Leber weist multiple hypervaskuläre metastatische Läsionen auf.

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Abb. 3e Abb. 3f
Abb. 3e Abb. 3f

Abb. 3e und 3f sind kontrastverstärkte Aufnahmen aus der portalvenösen Phase. Man beachte das Signal der Lebervenen in der portalvenösen Phase.Das Signal vieler Läsionen zeigt sich isointens zum normalen Lebergewebe.

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