Alfio K. Pennisi

Signa Infinity 1.0T/1.5T

Kontrastverstärkte Darstellung der Karotiden

Alfio K. Pennisi, M.D.
Director of MRI, Chief Section Neuro Radiology
South Jersey Radiology Associates
Voorhees, NJ USA

"Die folgenden beiden Fälle zeigen, dass die MR-Angiografie der Karotiden sich zur Diagnose von Tandemläsionen eignet, da sie meistens die Möglichkeit bietet, den gesamten Gefäßbaum - vom Aortenbogen bis zum Circulus arteriosus Willisii - darzustellen und zu befunden. Die MRA der Karotiden ist eine nicht-invasive Technik, die bei ambulanten Patienten eine genaue Beurteilung der Karotisbifurkationen unter Verwendung eines nicht-nephrotoxischen Kontrastmittels gestattet."
- Alfio K. Pennisi, M.D.

MR System

MR System: Signa Infinity 1.5T EchoSpeed Plus
Das GE Signa Infinity-System mit EchoSpeed-Gradienten ist ein leistungsfähiges System zur Ganzkörperbildgebung, das über einen kurzen Tunnel verfügt und mit einer Magnetfeldstärke von 1,5 Tesla arbeitet. Das System ist so ausgelegt, dass es den Patienten eine offene und freundliche Erscheinung bietet und zugleich die hohen klinischen Anforderungen für Ganzkörperanwendungen mit hoher Auflösung und optimalem Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) erfüllt.

Klinischer Fall 1

69-jähriger Patient, der zwei Tage vor der MRA-Untersuchung der Karotiden mit Symptomen einer Schwäche der rechten oberen Extremitäten überwiesen wurde.

Anlässlich einer früheren Untersuchung dieses Patienten wurde unter stationären Bedingungen eine Dopplersonographie der Karotiden durchgeführt. Diese Studie ließ auf eine proximale Läsion der rechten Arteria carotis communis und normale Bifurkationen schließen. Die linke distale Arteria carotis interna war wegen einer hohen Bifurkation nicht zu sehen.

Am Vortag der MRA der Karotiden zeigte eine MRT des Gehirns einen subakuten lakunaren Infarkt des linken oberen posterioren Putamens im Gefäßgebiet der lentikulostriatalen Äste der linken Arteria carotis media. Eine MRA (3D-TOF) zeigt auch eine milde Erkrankung im Bereich der linken intrakraniellen Arteria carotis interna.

Bild 1 zeigt beidseitig normale, weit offene Karotisbifurkationen.

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Bild 1a Bild 1b
Bild 1a Bild 1b

Bild 2 zeigt eine proximale Stenose eines intrakraniellen Abschnitts der linken Arteria carotis interna von 25%, die sich über eine Länge von 9mm erstreckt. Dieses Bild zeigt auch eine distalere Tandemläsion mit Beteiligung des vertikalen präkavernösen Abschnitts mit einer Stenose von 25%.

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Bild 2
Bild 2

Bild 3 lässt eine dritte Läsion des linken Karotiskreislaufs erkennen, an welcher die proximale linke Arteria carotis communis beteiligt ist, die eine Stenose von 43% aufweist.

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Bild 3
Bild 3

Diskussion: Eine MRA der Karotiden gestattet die vollständige Darstellung der Gefäße vom Aortenbogen bis zum Circulus Willisii. Bei einem ambulanten Patienten wurden im Kreislauf der linken Karotis drei Stenosen nicht-invasiv diagnostiziert.In ca. 30% der Fälle von lakunärem Infarkt ist eine operativ bedingte Bifurkationsläsion vorhanden. Der Fall bestätigt die Wirksamkeit nicht-operativer therapeutischer Behandlung. Zugleich liefert er ein Beispiel für einen möglichen Bildgebungsalgorithmus: Dopplersonographie der Karotiden zur Untersuchung der Bifurkationen und MRA der Karotiden im Hinblick auf eine operative Therapie.

Klinischer Fall 2

Patient, dessen Vorgeschichte zerebrovaskuläre Ereignisse und transitorische ischämische Attacken umfasst. Eine unter stationären Bedingungen durchgeführte Doppler-Ultraschalluntersuchung der Karotiden ergab eine beidseitige Stenose von 15%. Die rechte Arteria carotis interna wurde nach NASCET-Kriterien als normal befundet, während die rechte Arteria carotis externa eine Stenose von 25% aufweist. Man beachte die sehr prominente Gefäßschlinge der rechten Arteria carotis interna, die in einer Entfernung von ca. 38mm vom Ursprung der rechten Arteria carotis interna beginnt (Abb.1).

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Abb. 1
Abb. 1

Die linke Arteria carotis interna erscheint normal, mit einer prominenten Gefäßschlinge, die in einer Entfernung von ca. 35mm vom Ursprung der rechten Arteria carotis interna beginnt.Man beachte, dass die linke Arteria carotis externa eine Stenose von ca. 60% aufweist (Abb. 2).

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Abb. 2
Abb. 2

Der proximale Abschnitt der rechten Arteria vertebralis, ca. 5 mm von deren Ursprung entfernt, weist eine Stenose von 25% auf (Abb. 3)Der übrige Teil der nicht-dominanten rechten Arteria vertebralis ist weit offen.Der Ursprung der linken Arteria vertebralis erscheint normal, ebenso wie die dominante linke Arteria vertebralis an sich.

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Abb. 3
Abb. 3

Bild 4 zeigt eine leichte präkavernöse Verengung der linken Arteria carotis interna von 25% und einen langen, glatten Abschnitt der linken distalen zervikalen Arteria carotis interna mit einer Stenose von 25%.

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Bild 4
Bild 4

Diskussion: Mithilfe der MRA der Karotiden konnten kleine Tandemläsionen im linken Karotiskreislauf diagnostiziert werden. In den meisten Fällen erlaubt die MRA eine vollständige, genaue Beurteilung der Gefäße vom Circulus Willisii bis zum Aortenbogen.

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