PET/CT Bildgebung

Klinische Fallstudie - Koronare Dreigefäßerkrankung

   
 
     
  Über uns  
 
 
  Professor Juhani Knuuti
Leiter des Turku PET Centre

Doktor Sami Kajander
Radiologe am Turku PET Centre

Turku PET Centre
Turku, Finnland

Das von Professor J. Knuuti geleitete staatliche finnische Forschungsinstitut Turku PET Centre fördert die Verwendung der PET-Bildgebung in der medizinischen Forschung. Das Zentrum wurde 1974 von der Universität Åbo Akademi der Stadt Turku und der Universitätsklinik Turku gegründet. Das Zentrum vereint führendes wissenschaftliches Know-how mit herausragenden Einrichtungen und Geräten. Die erfolgreiche Interaktion und Zusammenarbeit zwischen Grundlagenforschern und Klinikern hat eine lange Tradition.

Das Zentrum verfügt über die neueste Bildgebungstechnologie, teilweise als einzige Einrichtung in Europa. Es bietet mehrere Tracer für die klinische Routine-Bildgebung und Forschung in der Onkologie, Neurologie und Kardiologie, wobei Europas erstes PET/CT-System mit 64 Schichten zum Einsatz kommt. In seinen führenden Zyklotron- und Strahlenchemielaboren entwickelt und produziert das Turku PET Centre neue PET-Tracer für die klinische Bildgebung.

 
  Turku Medical Cyclotron Project  
     
  Krankengeschichte  
 
 
 

67-jähriger männlicher Patient.

 
 

Risikofaktoren Familienanamnese: Hypercholesterinämie
Vor einigen Monaten verschlechterte sich eine stabile, belastungsinduzierte Angina graduell. Der Patient bewegt sich im Alltag regelmäßig. Vor kurzem traten CCS II-III-Symptome auf. Die Belastbarkeit ist normal, jedoch nach starkem Brustschmerz mit ST-Depression

 
     
     
  Aufnahme  
 
 
 

Scanner: GE Discovery VCT

 
     
  PET-Akquisition: Akquisition in RUHE und unter BELASTUNG  
 
2D-Akquisition mit gezielter VUE Point-Rekonstruktion
4 min 40 im simultanen dynamischen Modus
Adenosin-Stress-Perfusion gefolgt von Ruheperfusion
1000 MBq Sauerstoff-15 jeweils in Ruhe und unter Belastung.
 
     
  CT-Akquisition: Herz-SnapShot Pulse  
 
Rotationszeit: 0,35 Sekunden
Schichtdicke: 0,625 mm
kVp: 120 · mA: EKG-moduliert 250-600 mA
 
     
  Kontrastmittelinjektionsparameter: Zwei-Phasen-Injektion  
 
60-80 ml Jodkontrastmittel bei 4,0 bis 4,5 ml/s
60-80 ml Kochsalzspülung bei 4,0 bis 4,5 ml/s
Jodkonzentration: 400 mg/ml
 
     
     
  Befunde  
 
 
 

CT-Befunde:

 
 

Schwere rupturierte Plaque im linken Hauptstamm. LAD und LCX distal kalzifizierte Plaque, jedoch ohne deutliche Stenose. Distal in den linken Gefäßen keine signifikanten Stenosen.

 
 

RCA-verkalkte Plaque und signifikante distale Stenose.

 
     
 

PET-Befunde:

 
 

Die myokardiale relative Stress-Perfusion war homogen (linkes Bild), die absolute Perfusion in ml/g/min war jedoch in allen myokardialen Regionen sehr gering (1,0-1,3 ml/g/min). Die Perfusion wurde mit der CARIMAS Turku-Software analysiert.

 
 

Zwei Tage später erfolgte eine koronare Bypass-OP LITA-LAD und AO-LPL.

 
 
       
Hybrid PET/CT-Bild mit relativer myokardialer Stress-Perfusion
 
Hybrid PET/CT-Bild mit absoluter myokardialer Stress-Perfusion  
Hybrid PET/CT-Bild mit relativer myokardialer Stress-Perfusion   Hybrid PET/CT-Bild mit absoluter myokardialer Stress-Perfusion  
       
Gekrümmtes CT-Bild mit der Gesamtplaquelast auf LAD      
Gekrümmtes CT-Bild mit der Gesamtplaquelast auf LAD  
 
 
     
     
  Schlussfolgerung  
 
 
 

Dieser Fall zeigt, dass die Quantifizierung der myokardialen Perfusion in absoluten Zahlen wichtige zusätzliche Informationen liefert. In diesem Fall mit einer gleichmäßigen koronaren Dreigefäßerkrankung ergab die Analyse der relativen Perfusion keine Anomalien. Bei der quantitativen Bewertung der myokardialen Perfusion wurde jedoch eine deutlich reduzierte Perfusion in allen Gefäßregionen erkannt.

 
 

 

 
 
 
   
   
   
   
   
   
     
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