Patientengeschichte45-jähriger Patient mit leichten, bereits nach geringer körperlicher Belastung einsetzenden Brustschmerzen. Es liegen keine Risikofaktoren für Herzerkrankungen vor (normaler Cholesterinwert, ausreichende Bewegung, Nichtraucher, keine kardialen Ereignisse in der Familie). Größe: 1,75 m; Körpergewicht: 79 kg. |
AufnahmeEs wurde ein Zweitagesprotokoll mit Sestamibi verwendet (Ruhe-SPECT, getriggerte SPECT nach Belastung). Zur Aufnahme wurde eine GE Millennium MyoSIGHT Doppelkopfkamera eingesetzt (36 Projektionen/Detektor, 180 Grad). |
BildanalyseDie Rekonstruktion und Reformatierung der Daten erfolgte mit der ECToolbox.Die Schichten wurden in der Planar/ Schicht-Ansicht ausgewertet (erste Reihe: Belastung, zweite Reihe: Ruhe). Da die Daten bereits mit CEqual verarbeitet worden waren, wurden die Schnittbilder automatisch ausgerichtet und auf das myokardiale Aktivitätsmaximum normalisiert.
Diese Daten wurden mit der Option CEqual der ECToolbox verarbeitet. Die Reversibilität des Defekts ist an den CEqual-Grafiken und SSS-Werten (Summed Stress Scores) klar ablesbar und wird von den mit PerfEX (in der Plot-Ansicht) ermittelten Ergebnissen bestätigt.
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Das Grünblau in den Polardiagrammen für die Standardabweichung veranschaulicht den Schweregrad dieses Defekts (7-8 SD unterhalb des Mittelwerts), während die Ausdehnungswerte das Ausmaß des Defekts erkennen lassen und angeben, wie viel Prozent des Myokards insgesamt von dem Defekt betroffen sind. Die arterienüberlagerte 3D-Darstellung des Funktionsausfalls bestätigt die Lokalisation und Ausdehnung des Defekts. Die Daten werden anschließend zur Gewinnung zusätzlicher Funktions- und 3D-Informationen mit QGS weiter verarbeitet. Der reversible Charakter des Defekts ist in den 2D- und 3D-Oberflächendarstellungen der Perfusion erkennbar. |
EKG-ErgebnisseDas EKG zeigt eine ST-Senkung in aVF von 2,2 mm und eine ST-Hebung in V2 von 1,8 mm.Die Ergebnisse sind mit Ischämie der inferioren Herzwand vereinbar. |
BefundGroßes Areal mit belastungsinduzierter Ischämie in der Vorderwand und im Septum.Die linksventrikuläre Funktion ist normal.Eine Herzkatheterisierung ergab eine hochgradige Stenose im mittleren Segment des Ramus interventricularis anterior der linken Koronararterie (LAD) von 95%.In den verengten Gefäßabschnitt wurde eine endoluminale Gefäßprothese implantiert, sodass jetzt keine Stenose mehr vorhanden ist. |
Mit freundlicher Genehmigung desOconomowoc Memorial Hospital, Oconomowoc, Wisconsin, USA |


