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Sie haben profunde Erfahrung im Umgang
mit einem PACS. Wo liegt der Hauptvorteil?
Barkhausen: Der entscheidende Punkt ist,
dass Bilder immer und überall verfügbar
sind. Bei dem hohen Stellenwert den Röntgenbilder
bei vielen medizinischen Entscheidungen
haben, beschleunigt das alle
Arbeitsabläufe im Krankenhaus. PACS ist
kein Radiologie-System sondern ein System
für das gesamte Klinikum und die Vorteile
der digitalen Bildverteilung sind bei
den klinischen Kollegen noch deutlicher zu
spüren als direkt in der Radiologie. Außerdem
werden in Zukunft sicher nicht nur
Radiologen ihre Bilder in einem PACS verwalten,
sondern auch andere Fachrichtungen
die Bilder erstellen, wie zum Beispiel
Kardiologen, Gastroenterologen, Pathologen,
Dermatologen und viele andere mehr.
Sie sagen, mit Einführung eines PACS
haben sich im Qualitätsmanagement deutliche
Veränderungen ergeben. Schnelle Befunderstellung
und Befundübermittlung bei
gleichzeitiger dramatischer Kostenersparnis
seien mit einem PACS-System möglich.
Doch der Beweis, dass PACS direkte Kosten
senkt, ist bisher nicht erbracht worden.
Machen Sie eine Ausnahme?
Barkhausen: PACS reduziert sicher nicht
die direkten Kosten in der Radiologie. Statt
Archivkräften braucht man Administratoren,
die das System pflegen und statt Filmen
und Chemie muss man regelmäßig in
neue Hardware investieren, da Rechner
und Monitore nur eine begrenzte Lebensdauer
haben.
Eine Kostenersparnis ergibt sich eher in
anderen Bereichen: Das zeitaufwändige
Suchen und Transportieren von Bildern
entfällt vollständig und diese Arbeitskräfte
können sich mit wichtigeren Aufgaben
beschäftigen. Außerdem ermöglicht die
schnelle Übermittlung von Bild und Befund
ebenso schnelle medizinische Entscheidungen
und hilft damit zum Beispiel Liegezeiten
zu verkürzen.
Außerdem ist PACS für das Qualitätsmanagement
extrem hilfreich, beispielsweise
lässt sich ganz einfach sicherstellen, dass es
wirklich zu allen Bilder einen schriftlichen
Befund gibt. Ohne PACS verschwinden gerade
notfallmäßig angefertigte Bilder häufig
unbefundet mit dem Patienten in den
OP oder auf die Intensivstation.
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