Osteoporose früher erkennen

Statistische Zahlen zur Osteoporose*

Weltweit:

  • Von Osteoporose sind schätzungsweise 75 Millionen Menschen in Europa, den USA und Japan betroffen.
  • Ein Drittel aller Frauen und ein Fünftel aller Männer über 50 werden aufgrund von Osteoporose Knochenbrüche erleiden.
  • 30-50 Prozent aller Frauen und 15-30 Prozent aller Männer werden im Laufe ihres Lebens aufgrund von Osteoporose einen Knochenbruch erleiden.
  • Frauen erleiden 85 Prozent aller Handgelenksbrüche.
  • Fast 75 Prozent aller Hüft-, Wirbelsäulen- und distalen Unterarmfrakturen treffen Patienten, die 65 Jahre und älter sind.
  • Ein 10-prozentiger Schwund an Knochenmasse in der Wirbelsäule kann das Risiko von Vertebralfrakturen verdoppeln. Entsprechend kann ein 10-prozentiger Knochenmassenschwund in der Hüfte das Risiko von Hüftfrakturen um den Faktor 2,5 erhöhen.
  • Man geht davon aus, dass bis zum Jahre 2050 das Auftreten von Hüftfrakturen bei Männern um 310 Prozent und bei Frauen um 240 Prozent steigen wird.
  • Das Risiko, im Laufe des Lebens eine klinisch zu behandelnde Hüft-, Unterarm- oder Wirbelsäulenfraktur zu erleiden, liegt bei 40 Prozent und entspricht damit dem Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Bei weißen Frauen liegt das Risiko, eine Hüftfraktur zu erleiden, bei 1 zu 6, während das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, 1 zu 9 beträgt.
  • Eine in elf Ländern durchgeführte IOF-Erhebung ergab, dass die Krankheit vor Auftreten des ersten Bruchs nur mangelhaft erkannt und behandelt wird, da Frauen nach der Menopause ein persönliches Osteoporoserisiko bestreiten, da bezüglich Osteoporose der Dialog mit Ärzten fehlt und da nur sehr wenige entsprechende Diagnose- und Behandlungseinrichtungen zur Verfügung stehen.


Europa:

  • In den meisten europäischen Ländern werden Knochendichtemessungen nicht hinreichend häufig durchgeführt. Zu den Gründen gehören die beschränkte Verfügbarkeit von Densitometern, Einschränkungen beim zur Durchführung der Tests zugelassenen Personal, mangelhafte Kenntnis der Nützlichkeit von BMD-Tests sowie die beschränkte bzw. fehlende Kostenübernahme durch die Krankenkassen.
  • Im Jahre 2000 traten schätzungsweise 3,79 Millionen Osteoporose-bedingte Knochenbrüche auf; 890 000 davon waren Hüftfrakturen (179 000 Hüftfrakturen bei Männern und 711 000 bei Frauen). Die direkten Gesamtkosten wurden auf 31,7 Milliarden Euro veranschlagt, sie werden sich entsprechend der demographischen Entwicklung in Europa bis zum Jahre 2005 vermutlich auf 76,7 Milliarden Euro erhöhen.
  • Man geht davon aus, dass in Europa jedes Jahr 179 000 Männer und 611 000 Frauen eine Hüftfraktur erleiden und dass sich die Kosten für alle osteoporotischen Frakturen in Europa vorläufig auf 25 Milliarden Euro belaufen.
  • Eine in der Schweiz durchgeführte Studie ergab, dass die jährlichen Kosten für die stationäre Behandlung (hinsichtlich der Aufenthaltsdauer) von Osteoporosepatienten höher waren als für Patienten mit Myokardinfarkt, Apoplexie und Brusttumor und nur leicht unterhalb denen für chronisch obstruktive Lungenerkrankungen lagen. Bei Frauen waren die mit Osteoporose in Zusammenhang stehenden Kosten höher als für all diese Krankheiten zusammen.