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Ab sofort setzt die Amper Kliniken AG in Kooperation mit der Imaging Service AG am Klinikum Dachau die fokussierte Ultraschalltherapie zur Behandlung von Gebärmuttermyomen ein. Damit ist das Klinikum Dachau eine der ersten Kliniken in Deutschland, die diese von GE Healthcare in Zusammenarbeit mit der Firma InSightec entwickelte schonende Behandlungsmethode in der Myomtherapie anbieten. Das Klinikum ermöglicht so Frauen mit Myomen den Zugang zu einer Behandlungsalternative auch in Süddeutschland und kann nun fast das gesamte Spektrum der modernen Therapien in seiner Myomsprechstunde anbieten. Mit einem Festakt und einer ärztlichen Fortbildungsveranstaltung wurde das MRgFUS am 06. Juni 2008 im Klinikum Dachau offiziell eröffnet. Über 100 Gäste, darunter hochrangige Vertreter aus Politik und Medizin, waren der Einladung zur Eröffnungsfeier gefolgt. |
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Pressekonferenz zur offiziellen MRgFUS Eröffnung am 06. Juni 2008 im Klinikum Dachau. V.l.n.r.: Rudolf Beyenburg, Director Marketing and Corporate Communications GE Healthcare Zentraleuropa; Dr. Dov Maor, Vice President Clinical Marketing, InSightec, Israel; Dr. Matthias Matzko, Chefarzt der Radiologie des Klinikums Dachau; Prof. Dr. Gerlinde Debus, Chefärztin der Frauenklinik des Klinikums Dachau; Bernd von Polheim, President GE Healthcare Deutschland; Dr. Thomas Zimmermann, Mitglied des Bayerischen Landtages und Vorsitzender des Bayerischen Landesgesundheitsrates; Uwe Schmid, Vorstand der Amper Kliniken AG, Klinikum Dachau |
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Links: Über 100 Gäste, darunter hochrangige Vertreter aus Politik und Medizin, bei der MRgFUS Eröffnungsfeier am 06. Juni 2008 im Klinikum Dachau. Rechts: Auch die Ärztliche Fortbildungsveranstaltung zur Myomtherapie stieß auf großes Interesse. |
MRgFUS: Schonende Behandlungsalternative für Uterusmyome
MRgFUS („MR guided Focused Ultrasound“) steht für fokussierte Ultraschalltherapie unter MRT (Kernspin- oder Magnetresonanz-Tomograph)-Kontrolle. Dabei handelt es sich um ein innovatives Ablationsverfahren, bei dem es GE Healthcare in Zusammenarbeit mit InSightec erstmalig gelungen ist, die Therapie-Einheit in einem konventionellen MRT-System zu integrieren. Die Zusammenführung von hochenergetischem Ultraschall (Therapie) und MRT (Planung und Überwachung) ermöglicht es, Geschwülste und Tumore nicht-invasiv und völlig unblutig einzuschmelzen. Chirurgische Eingriffe werden so durch ein bildgeführtes unblutiges Verfahren ersetzt. Anschließend stößt der Körper das abgestorbene Gewebe selbständig ab oder resorbiert es, nimmt es auf. |
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Das Verfahren ist technisch anspruchsvoll, jedoch für die Patientin äußerst schonend. Während der Behandlung liegt sie bäuchlings auf einem Gelkissen, das in einen speziell an das MRT ankoppelbaren Untersuchungstisch integriert ist. Computergesteuert werden nun gezielt gebündelte Schallwellen schmerzfrei direkt auf das Myom geleitet. Jeder Behandlungsschritt wird kontinuierlich mit Hilfe von MRT-Bildern überwacht. Die Ultraschallwellen werden bei der MRgFUS im Inneren des Körpers so gebündelt, dass am sog. Fokuspunkt Wärme erzeugt wird. Nach einigen Sekunden Energiestrahlung werden dabei Temperaturen von 60-80°C erreicht, so dass das Gewebe am Fokuspunkt abstirbt, während benachbarte Gewebeareale nicht beeinflusst werden. Die Behandlung dauert je nach Größe des Myoms zwei bis drei Stunden, die Frauen können nach einer individuellen Überwachungs- und Ruhezeit im Regelfall noch am gleichen Tag die Klinik wieder verlassen. Bernd von Polheim, Präsident GE Healthcare Deutschland, betont, welche weiteren Vorteile diese Behandlungsmethode für die betroffenen Frauen hat: „Die Verknüpfung der fokussierten Schalltherapie mit der MRT ermöglicht eine sehr hohe Zielgenauigkeit und eine Echtzeit-Effektivitätsüberwachung mittels thermosensitiver Sequenzen, ein großer Vorteil gegenüber nicht MRT-gesteuert Methoden. Darüber hinaus ist das Verfahren nicht-invasiv und ersetzt damit eine Operation, es ist keine Narkose notwendig, die Patientin ist keiner Strahlenbelastung ausgesetzt und eine hohe Sicherheit der Überwachung im MRT ist garantiert.“ Bisher wurden weltweit bereits mehr als 3.500 Patientinnen mit starken Beschwerden aufgrund von Uterusmyomen behandelt (Stand: April 2008). In jüngsten klinischen Studien berichteten 92 Prozent der Patientinnen über eine signifikante Verbesserung der Symptome innerhalb der ersten drei Monate nach der Behandlung. Es traten keinerlei schwerwiegende Komplikationen auf. Da die Uteruswand bei der Behandlung nicht verletzt wird, wird die Fertilität der Frau nach bisherigen Erkenntnissen nicht gestört. Zudem weisen bisherige Ergebnisse einer derzeit laufenden Kinderwunschsstudie darauf hin, dass eine Schwangerschaft und Austragung des Kindes nach der MRgFUS-Behandlung möglich sind. |
Chancen für die Onkologie
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