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Fragen & Antworten zur MRT gesteuerten fokussierten Ultraschalltherapie (MRgFUS)
Wir haben für Sie die häufigsten und wichtigsten Fragen und Antworten zur MRT gesteuerten fokussierten Ultraschalltherapie (MRgFUS) zusammengestellt.
Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, nutzen Sie bitte unser Forum.
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Warum müssen Myome überhaupt entfernt werden, wenn es doch gutartige Tumore sind?
70 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter haben Myome. Ein Großteil der betroffenen Frauen lebt damit ohne weitere Beschwerden. 25 Prozent dieser Frauen klagen jedoch über chronische Beschwerden wie zum Beispiel starke Schmerzen oder Blutungen, die ihr Leben entscheidend beeinträchtigen und bis zur Arbeitsunfähigkeit führen können. Darüber hinaus können Myome auch die Ursache für ungewollte Kinderlosigkeit sein. Aus diesem Grund wurden allein im Jahr 2000 bundesweit 94.000 Patientinnen deswegen stationär behandelt. In den USA entfernte man sogar bei 200.000 Patientinnen die Gebärmutter aufgrund von solchen Uterusmyomen, die chronische Beschwerden bereiten.
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Welche Vorteile hat die neuartige MRT gesteuerte fokussierte Ultraschalltherapie (MRgFUS) im Vergleich zur bisherigen Therapie von Uterusmyomen?
Die gegenwärtig am häufigsten eingesetzte Therapieform ist nach wie vor ein operativer Eingriff. Dabei wird entweder nur das Myom operativ entfernt oder die gesamte Gebärmutter (Hysterektomie). Neben der Tatsache, dass Operationen immer ein gewisses Risiko beinhalten und z.T. längere Krankenhausaufenthalte und Arbeitsausfallzeiten mit sich bringen, hinterlässt die Operation Narben, die sich negativ auf die Fertilität - die Möglichkeit, noch Kinder zu bekommen - auswirken und im schlimmsten Fall zur Kinderlosigkeit führen kann.
Eine neuere, aber relativ selten angewandte Methode zur Entfernung von Uterusmyomen ist die Gebärmutter-Arterienembolisation. Dabei wird die Blutzufuhr zum Myom unterbunden, indem das versorgende Gefäß „verstopft“ wird. Der Tumor wird dadurch „ausgehungert“. Dieses Verfahren ist allerdings meist sehr schmerzhaft und nach der Behandlung ist oft eine Schmerztherapie notwendig.
Die MRT gesteuerte fokussierte Ultraschalltherapie (MRgFUS) überzeugt dagegen durch ein schmerzfreies Einschmelzen von Tumoren bei gleichzeitiger Echtzeitüberwachung der Temperaturentwicklung im Gewebe, indem diese Therapie unter MR-Kontrolle stattfindet. Hierbei handelt es sich um ein nichtinvasives und lokalisiertes Verfahren, das eine operative Entfernung des Tumors ersetzt und deswegen auch das „unblutige Skalpell“ genannt wird. Das bildgeführteVerfahren ersetzt daher offene, chirurgische Eingriffe. Die Behandlung dauert - je nach Größe des Myoms - ca. zwei bis vier Stunden und kann ambulant erfolgen. Die Frau bekommt keine Narkose, sondern lediglich während der Behandlung ein angstlösendes Mittel verabreicht. Ein weiterer Krankenhausaufenthalt entfällt. Stattdessen kann die Patientin bereits am nächsten Tag schon wieder zu ihren normalen Aktivitäten zurückkehren.
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Wie sicher ist MRgFUS? Welche Komplikationen können auftreten?
Da die Ultraschalltherapie unter unmittelbarer Bildkontrolle erfolgt, weist das Verfahren eine sehr hohe Sicherheit und Genauigkeit auf. Bis jetzt wurden weltweit über 3.500 Patientinnen mit dem neuen Therapieverfahren behandelt (Stand Mai 2008). Dabei traten keinerlei schwerwiegende Komplikationen auf. Bei 3% der behandelten Patientinnen kam es zu geringen Nebenwirkungen, wie z.B. leichtes Fieber oder Hautrötungen.
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Welche Krankenhäuser bieten MRgFUS bereits an?
Bislang wurde die hochfokussierte Ultraschalltherapie in Deutschland nur von der Charité in Berlin angeboten, die jedoch vorwiegend im Forschungsbereich tätig ist. Seit Februar 2007 steht mit der Radiologischen Gemeinschaftspraxis Rechener Straße in Bochum eine weitere Einrichtung in Deutschland zur Verfügung, welche die Myombehandlung mit MRgFUS anbietet. Seit Juni 2008 bietet das FUS-Center am Amperklinikum in Dachau ebenfalls die MRgFUS-Behandlung von Uterusmyomen an.
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte unsere Hotline: 01803 384 999.
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Wird MRgFUS schon von den Krankenkassen in Deutschland angeboten?
Nein, bisher noch nicht. GE und InSightec haben bereits Anträge bei verschiedenen Gremien gestellt mit dem Ziel, dass diese Behandlungsmethode in die Kataloge der Krankenkassen aufgenommen wird und damit von diesen auch die Kosten übernommen werden. In der Zwischenzeit haben Patientinnen die Möglichkeit, die Behandlung selbst zu zahlen oder bei ihrer Privatkrankenkasse einen Kostenvorschlag einzureichen.
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Gibt es auch Fälle, bei denen MRgFUS nicht der optimale Therapieansatz ist?
Nicht alle Myome sind für die Behandlung mit der hochfokussierten Ultraschalltherapie geeignet. Ob die Myome mit der neuen Behandlungsform therapierbar sind, hängt von der Lage, der Größe und der Anzahl der Myome ab.
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Was sagen Patientinnen, die sich dieser Therapie bereits unterzogen haben?
Der Erfolg der Therapie wurde anhand einer Befragung überprüft, bei der die Patientinnen die Verbesserung der Symptome und der Lebensqualität einschätzen sollten. Von weltweit 1.000 behandelten Patientinnen berichteten über 70% über eine wesentliche Verbesserung der Symptome in den ersten 3 Monaten nach der Therapie. 83% der Patientinnen waren mit der Therapie sehr zufrieden.
Eine Patientin der Charité erzählt: „Seit ungefähr 6 Jahren ist bei mir ein Myom bekannt. Mein Frauenarzt empfahl mir eine Gebärmutterentfernung. Obwohl ich keine Kinder mehr möchte, wollte ich das nicht. Ich bin glücklich, vor einem Jahr die Behandlung mit fokussiertem Ultraschall gemacht zu haben. Seitdem ist mein Myom um mindestens 1 cm geschrumpft, meine Beschwerden sind viel besser. Ich fühle mich wieder als normale Frau.“
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Kann ich nach der Behandlung mit MRgFUS wieder schwanger werden?
Ein großer Vorteil dieses neuen Therapieverfahrens ist die Tatsache, dass Patientinnen nach der Behandlung wieder schwanger werden können. Eine 36 Jahre alte Patientin berichtet davon, dass sie bereits 2 Monate nach der Ultraschalltherapie wieder schwanger wurde und ihr Kind danach komplikationslos zur Welt bringen konnte.
Eine spezielle Kinderwunsch-Studie läuft derzeit an der Charité. Dabei werden Patientinnen behandelt, die aufgrund von Uterusmyomen bisher nicht schwanger werden konnten.
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Welche weiteren Anwendungsgebiete gibt es für MRgFUS?
Die Anwendungsgebiete dieser Therapie sind vielfältig. So wurden in der Charité seit Beginn der Studie nicht nur 81 Uterusmyome eingeschmolzen, sondern auch 2 Lebertumore, 1 Knochentumor und 4 Brusttumore behandelt. In Bochum wird in Kürze in Kooperation mit der Ruhruniversität auch eine klinische Studie zur Behandlung von Brustkrebs mit Hilfe der MRgFUS-Therapie durchgeführt.
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Was kostet die neue Behandlungsmethode MRgFUS?
3.000 bis 5.000 Euro.
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