Adäquate Anästhesie

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Der "Adäquaten Anästhesie" einen Schritt näher

Jeder Patient ist anders - auch wenn es um die Verträglichkeit von Wirkstoffen geht, die bei einer Anästhesie zum Einsatz kommen. Das von GE Healthcare entwickelte Konzept „Adequacy of Anesthesia (AoA) - Adäquate Anästhesie“ unterstützt Anästhesisten dabei, die Narkoseführung optimal auf den individuellen Patienten abzustimmen.

Das AoA-Konzept. Zum Vergrößern bitte anklicken

Was ist Adäquate Anästhesie?


Um eine Allgemeinnarkose durchführen zu können, werden unterschiedliche Medikamente in unterschiedlichen Konzentrationen eingesetzt. Die klinische Praxis zeigt, dass jeder Patient individuell auf die Medikamente reagiert.

Die Anpassung einer Anästhesie an einen Patienten ist somit für den Arzt stets ein Balanceakt. Bestimmte Wirkstoffe erzeugen eine Bewusstlosigkeit, während andere den Schmerz ausschalten. Wieder andere Substanzen unterdrücken autonome Reflexe, führen zur Erschlaffung der willkürlichen Muskulatur. Die meisten Medikamente können unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen. Kurzum, der Anästhesist wird tagtäglich vor die Herausforderung gestellt bei jeder durchgeführten Anästhesie die ideale Wirkstoffkombination zu wählen.

Damit dem Anästhesisten die aussagefähigsten klinischen Parameter für seine Narkoseführung zur Verfügung stehen, hat GE Healthcare das Konzept „Adequacy of Anesthesia - Adäquate Anästhesie“ entwickelt, das helfen kann, die verschiedenen Komponenten einer Narkose – wie beispielsweise spezifische Wirkmechanismen von verwendeten Medikamenten und deren Interaktion im Zusammenhang mit der Überwachung von hämodynamischen, respiratorischen, neurologischen und metabolischen Messgrößen – zu verstehen und einzuschätzen.

Zwei wesentliche Bausteine des AoA-Konzeptes sind die Entropie und die neuromuskuläre Transmission, kurz NMT.


Was ist Entropie und wie wird sie gemessen?


Entropie ist eine Überwachungsmodalität, die Informationen zum Status des zentralen Nervensystems während einer Allgemeinanästhesie liefern kann. Die Entropie-Überwachung basiert auf der Erfassung und Verarbeitung von EEG- und FEMG (Frontalis-Elektromyographie) Rohsignalen mit Hilfe des Entropie-Algorithmus, welcher eine Anwendung der spektralen Entropie von GE Healthcare ist.

Entropie misst die Veränderung in den EEG- und FEMG-Signalen: Bei zunehmender Hypnosetiefe ändern sich die EEG-Signale von einem unregelmäßigen zu einem regelmäßigen Muster. Auch die FEMG-Signale werden gleichförmiger, wenn das Anästhetikum die tieferen Hirnregionen zu sättigen beginnt.


Was ist neuromuskuläre Transmission (NMT) und wie wird sie gemessen?


Unter neuromuskulärer Transmission versteht man die Übertragung zwischen einem Nerv und einem Muskel. Diese kann durch Wirkstoffe wie Muskelrelaxantien vorübergehend geblockt werden und eine spontane Bewegung sowie Eigenatmung des Patienten verhindert werden. Muskelrelaxantien werden u.a. eingesetzt, um die endotracheale Intubation zu ermöglichen und um optimale Arbeitsbedingungen für den Chirurgen zu schaffen.

In welchem Grad eine neuromuskuläre Blockade vorliegt, lässt sich per Stimulation eines peripheren Nervs (z.B. der Hand) messen. Das NMT-Modul von GE Healthcare ermöglicht eine automatische, quantitative Messung der Muskelreaktion auf einen Stimulus. Der MechanoSensor wandelt mithilfe eines piezoelektronischen Sensors die mechanische Bewegung in ein elektrisches Signal um.


Wie wird NMT klinisch angewandt?


Der MechanoSensor wird an der Hand des Patienten befestigt. Automatisch bestimmt der GE Monitor den erforderlichen Simulationsstrom und führt eine Referenzmessung durch. Durch die Darstellung des TOF%-Wertes und eines Balkendiagramms wird eine etwaige Übermüdung der Muskelreaktion dargestellt. Bei operativen Eingriffen ermöglicht der TOF-Count die stabile Erhaltung einer optimalen neuromuskulären Blockade. Überschreitet der TOF-Count einen vom Anwender definierten Grenzwert, so gibt der Monitor die Meldung „Block-Auflösung“.

Das quantitative NMT-Monitoring liefert ein eindeutiges Bild für die für den Patienten erforderliche, individuelle Dosierung und erleichtert die optimale und ökonomische Verabreichung von Muskelrelaxantien.

In der perioperativen Umgebung ist Vereinfachung ein wesentliches Ziel. GE Healthcare versucht dies durch Integration abgestimmter Komponenten zu erreichen. Die perioperativen Lösungen von GE Healthcare bieten klare Vorteile, welche Anwender in Klinik und Praxis bei der Überwachung, Therapie und Diagnose unterstützen können.